Wer am Mittwoch um 18 Uhr in die Aula der KGS Clenze kommt, den empfangen Stimmengewirr, Lachen,Umarmungen. Der Chor “Kiliano” findet sich zusammen: Menschen aller Altersgruppen zwischen 11 und 77 Jahren treffen sich hier einmal pro Woche und singen gemeinsam.

Angefangen hat alles mit einer kleinen Singgruppe, die Lore Schätzlein im Jahr 1999 an der Musikschule ins Leben gerufen hat. Einige Mädchen hatten sich mit dem Namen “Kilino” (Kinder, Lieder, Noten) damals um die Musikerin geschart, die nach der Elternzeit Lust auf Neues hatte. “Erstmal ging es darum, überhaupt einstimmig zu singen”, lacht sie. Ein erstes Programm, das der Chor aufführte hieß: “Mit tausend Tönen um die Welt”. Gesungen wurde Weltmusik, die Kinder hatten sich mit Trachten verschiedener Kulturen verkleidet.

Im Jahr 2002 kam von den inzwischen jugendlichen Chormitgliedern der Wunsch, auch Erwachsene mit aufzunehmen. Und so kamen die ersten Eltern dazu. Aus Kilino wurde Kiliano – mit ano das Erwachsenwerden angedeutet. Der Chor wuchs und mit ihm die Chorleitung. Berufsbegleitend ließ sich Lore 2008/09 zur Jazz- und Pop-Chorleiterin ausbilden. Ein inspirierender Kraftakt, eine Anstrengung, die sich gelohnt hat.

Bei Kiliano wird zeitweise viel gearbeitet, neue Herausforderungen werden genommen, aber manchmal geht es einfach nur darum, schön miteinander zu singen. Und das gelingt dem Chor, der zur Zeit etwa 60 Mitglieder hat, sehr gut: Zuletzt gab es eine Konzertreihe unter dem Titel “Film ab! mit Kiliano”, die auf begeisterte Zuhörer stieß.

Und nun arbeiten sie am Jubiläumskonzert, das am 9. November in Hitzacker stattfinden wird: Aus 20 Jahren Chorgeschichte hat Kiliano einen bunten Blumenstrauß aus Stücken gebunden.

“Die Seele unseres Chors ist die Gemeinschaft. Aber auch der Wunsch, uns musikalisch weiterzuentwickeln, trägt uns”. Gemeinsam singen, Erlebnisse teilen, die Musik genießen. Schon 20 Jahre geht das bei Kiliano ganz wunderbar.

Text: Vivian Rossau